Beim Tischtennisverein Erdmannhausen geht es im Herrenbereich seit inzwischen vier Jahren konsequent aufwärts. Drei Teams erspielten in dieser Zeit insgesamt sechs Aufstiege. Auch die Anzahl der Mannschaften wuchs von ursprünglich zwei im Jahr 2022 auf fünf im Jahr 2026 an. Die Gründe hierfür liegen vor allem in einer guten Nachwuchsarbeit und mehreren spielstarken Neuzugängen.
Die Erfolgsstory begann in der Spielzeit 2022/23. Damals schnappte sich die erste Herrenmannschaft in der Kreisliga A2 die Meisterschaft und stieg in die Bezirksklasse B2 auf. Nur ein Jahr später wurde man dort Zweiter und setzte sich in der Relegation gegen die Spielgemeinschaft Nussdorf-Iptingen durch. Damit gelang dem TTV der Sprung in die Bezirksklasse A2. 2024/25 belegte der Neuling auf Anhieb den dritten Rang und rückte letzten Endes noch überraschend in die Bezirksliga nach. Da der dritte Platz jedoch nicht direkt zum Aufstieg berechtigt, fließt er an dieser Stelle nicht in die Statistik mit ein. Selbiges gilt für den Sprung in die Bezirksoberliga als Zweiter im Jahr 2026.
Die zweite Herrenvertretung nahm sich an diesem sportlichen Erfolg ein gutes Beispiel und startete in der Spielzeit 2023/24 ihren Siegeszug. Der Mannschaft gelangen gleich drei Aufstiege in Serie. Von der Kreisliga B2 (Meister 2023/24) über die Kreisliga A2 (Vizemeister 2024/25) bis in die Bezirksklasse B2 (Vizemeister und Relegationssieger 2025/26) führte der Weg bislang stets nach oben. In der aktuell abgelaufenen Saison 2025/26 gelang dann auch noch dem dritten Herrenteam der Gewinn der Meisterschaft in der Kreisliga B2 und damit verbunden der Aufstieg in die Kreisliga A.
Diese beeindruckende Entwicklung war zum einen durch eine konsequente Jugendförderung möglich. Die Erdmannhäuser Eigengewächse waren von Beginn an mit dabei. Beispielsweise trugen 2022/23 Michel Bauer, Alexander König und Elias Priebe ihren Teil zum Gewinn des Titels bei. 2023/24 waren mit Elias Priebe, Kai Reinemuth und Benjamin Storz ebenfalls drei Jugendliche am Gewinn der Meisterschaft beteiligt. TTV-Vorstand Joachim Weber betont diesen Baustein des Erfolgs: „Die Investitionen in den Nachwuchs zahlen sich erstaunlich schnell aus. Die Jungs und Mädels lernen schnell und können auch die Herren unterstützen. Dieses Modell kann man nur zur Nachahmung empfehlen“.
Zum anderen konnte sich der TTV in den vergangenen Jahren mit vielen Spielern anderer Vereine verstärken. Unter den Neuzugängen waren beispielsweise Michel Bäuerle, Benjamin Frey, Thomas Fricker und Frank Lautenschläger. Bäuerle wurde gleich in seiner allersten Saison für den TTV mit dem dritten Herrenteam Meister und trug wesentlich zum ersten Platz der zweiten Herrenvertretung in der Aufstiegsrelegation bei. Frey glänzte ebenfalls in beiden Teams. Fricker überzeugte bei den Herren III und Lautenschläger war an gleich zwei Aufsteigen der Herren II beteiligt. Weber freut sich über die vielen neuen Gesichter im Verein: „Unsere Neuzugänge haben uns nochmals verstärkt und ihren Teil zum sportlichen Erfolg beigetragen. Wir sind inzwischen für Spieler aus anderen Klubs attraktiv. Auch deshalb können wir inzwischen fünf Herrenteams melden“.
Insgesamt waren über 30 Spielerinnen und Spieler an dieser positiven Entwicklung beteiligt. Besonders hervorzuheben ist der inzwischen 19-jährige Elias Priebe. Er spielt seit sechs Jahren für den TTV und war bei insgesamt fünf Aufstiegen dabei. Dabei kam er alles in allem 49-mal zum Einsatz. Übertroffen wird das nur noch vom 50-jährigen Michael Ruddat, der 2014 zum TTV kam und an allen sechs Aufstiegen mit insgesamt 53 Einsätzen beteiligt war.