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Es ist immer wieder bemerkenswert, wie schnell sich Jugendliche im Tischtennis entwickeln. Beispielsweise hat der 15-jährige Elias Priebe in der Vorrunde der aktuellen Saison 50 Einzel gespielt. Diese hohe Zahl erreichte der Erdmannhäuser durch die Teilnahme an Mannschaftswettkämpfen in gleich drei Teams (Jungen I, Herren I und II) sowie an verschiedenen Turnieren. Dabei gewann er in Summe 22 Partien und damit verbunden 117 TTR-Punkte. Dabei war der Weg jedoch nicht ganz so einfach, wie es sich vielleicht anhören mag.

Seit einigen Jahren dient der sogenannte TTR-Wert als Maß der Spielstärke in der schnellsten Rückschlagsportart der Welt. TTR steht dabei für „Tischtennis-Ranking“ und beschreibt kurz gesagt die Chance eines Spielers, sich gegen einen anderen durch zu setzen. Haben beide Akteure denselben Wert, stehen die Chancen 50:50. Der Sieger bekommt Punkte gutgeschrieben, dem Verlierer werden sie abgezogen. Je größer der Abstand zwischen den Gegnern ist, desto mehr gibt es zu gewinnen beziehungsweise zu verlieren. Eltern, Spieler und Übungsleiter gehen nun manchmal idealisierend davon aus, dass die sportliche Entwicklung eine kontinuierlich ansteigende Gerade ist. Man verbessert seine Fähigkeiten im Training, trifft auf Gegner, die besser sind als man selbst, bezwingt sie und gewinnt Punkte. Dann beginnt das Ganze von vorne. Rückschläge sind da in der Regel nicht eingeplant. Die Realität zeigt aber, dass es so einfach nicht einmal in einer ansonsten recht gut berechenbaren Sportart wie Tischtennis ist. Im Fall von Priebe hat die TTR-Kurve über alle gespielten Einzel der Vorrunde 2022/23 hinweg einige Berge und Täler. Der Trend geht dabei aber trotz der Schwankungen nach oben und somit kommt in Summe immer noch ein saftiges Plus heraus. Aktuell steht der junge Erdmannhäuser bei 1.327 TTR-Punkten.

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Ein hypothetischer Vergleich zeigt außerdem, dass selbst bei maximaler Ausbeute die Gerade nicht nur steil nach oben gehen würde. Angenommen, Priebe hätte alle seine Partien gewonnen, dann wäre bereits relativ schnell ein fantastischer Sprung auf 1.500 TTR-Zähler das Ergebnis gewesen. Doch dann flacht die Kurve bald ab und wird immer mehr zu einer beinahe horizontalen Linie. Wieso ist das so? Ganz einfach: Weil die Gegner nicht besser werden. Man kann nun mal nur gegen klar bessere Kontrahenten viele Punkte gewinnen. Gegen deutlich tiefer eingestufte Spieler langweilt man sich hingegen beim Blick auf den kargen Ertrag. Das Idealbild einer kontinuierlich ansteigenden Geraden ist also im Prinzip nicht erreichbar. Natürlich existieren auch hier Ausnahmen, welche die Regel bestätigen. Doch normalerweise gibt es wie im Leben Höhen und Tiefen. Das ist vielleicht auch ganz gut so, denn das Verlieren gehört eben zum Sport dazu. Daraus lernt man und wird besser.

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